TFP - Transference-Focused-Psychotherapy
Transference-Focused-Psychotherapy (TFP) beschreibt eine Langzeittherapieform, die 1998 in Form eines Manuals von John F. Clarkin, Frank E. Yeomans und Otto F. Kernberg beschrieben wurde. Es handelt sich dabei um eine spezifische psychodynamische Psychotherapie (die auf der Theorie der Psychoanalyse basiert) und hauptsächlich für Patienten mit Persönlichkeitsstörungen, aber auch leichteren Fällen, bei denen eine eigentliche Psychoanalyse nicht erforderlich ist, spezialisiert ist. Die deutsche Übersetzung lautet übertragungsfokussierte Psychotherapie. Das bedeutet, dass der Fokus der therapeutischen Arbeit auf die Durcharbeitung der therapeutischen Übertragung gelegt wird. Der psychoanalytisch ausgerichtete Therapieansatz ist stark modifiziert und diagnostische und therapeutische Konzepte erhalten eine besondere Gewichtung auf der Verhaltensebene.
Grundprinzipien der TFP zur Behandlung der Borderline-Persönlichkeitsstörung:
- Aufbau eines stabilen Behandlungsrahmens
- Vermeiden einer passiven therapeutischen Haltung
- Haltenden Raum bieten (contain)
- Konfrontativer, aktiver Umgang mit selbstzerstörerischem Verhalten
- Verbindung zwischen Gefühlen und Handlungen (Ausagieren) herstellen
- Setzen und Einhalten von Grenzen
- Wahrnehmen der Gegenübertragung
- Interventionen mit Focus im Hier und Jetzt
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